Mein Kronkorkenschrank

Bereits in jungen Jahren habe ich angefangen Kronkorken zu sammeln. Ich weiss nicht mehr genau wie alt ich war aber so 13-15 Jahre muss ich gewesen sein. Damals habe ich nicht richtig Intensiv gesammelt. Mein Ziel war es eine Pralienenschachtel voll zu bekommen und diese sollte als "Wandbild" in unsere Kellerbar. Es passten genau 178 Kronkorken in die Schachtel. Nachdem sie nun an der Wand hing, war mein Ziel erreicht und das Sammeln habe ich vorerst eingestellt.

Im Dezember 2006 ging es dann wieder los. Beim Durchforsten meines Schreibtischs habe ich eine Plastiktüte mit ca 30 Kronkorken gefunden. Es waren meine doppelten von damals. Ich sortierte sie und plötzlich kamen die Erinnernungen wieder hoch. Seit dem Tag an bin ich wieder dabei. Schnell wurden es mehr Kronkorken und ich musste mir was überlegen wo und wie ich die Kronkorken aufbewahre. Wie auf dem ersten Bild zu sehen, habe ich mir eine art Bilderrahmen an die Wand gehängt. Das sah zwar super aus war jedoch relativ schnell voll. Auf den "Bilderrahmen" passten gerade mal 550 Kronkorken. Schnell wurde klar irgendwas neues musste her. Ich hab im Netz X-Möglichkeiten gefunden, wie andere Sammler ihre Kronkorken archivieren. Über CD-Hüllen, Korkplatten, Münz-Folien oder andere Eigenkreationen aber irgendwie war nicht das passende für mich dabei.

Mein Ziel war es möglichst viele Kronkorken auf kleinem Raum unter zu bekommen. Zumindest das ist mir ganz gut gelungen. Wenn alles so läuft wie geplant passen einmal 26880 Kronkorken in den Schrank. Für viele da draussen ist das jetzt bereits zu wenig Platz, da ich aber nur Bierkronkorken sammel und auch nicht auf Randzeichen oder Innendrucke achte, habe ich für die nächsten X Jahre vorgesorgt.
Der Bilderrahmen, ein Hingucker aber auch ein Platzschlucker. Die Kronkorken wurden folgendermassen befestigt: In Abständen von 4cm habe ich je eine Schraube versenkt. Auf den Schraubenkopf habe ich einen mini-Magneten gesetzt. Der Magenet hatte eine Größe von 1mm x 1.5mm. Das ganze hatte den Vorteil, dass ich die Kronkorken super umsortieren konnte. Sie waren einfach zu lösen und hielten zugleich bombenfest! Nicht nur das viel Wandfläche verbraucht wird, ein weiterer Nachteil des Ganzen ist der Preis, so ein Magnet kostet um die 9 Cent (wenn man entsprechende Stückzahlen abnimmt, sonst > 10 Cent).

Früher oder später, werde ich mir solch einen Rahmen aber sicher wieder bauen. Dann kommen meine Lieblingskronkorken drauf, denn optisch finde ich diese Variante immer noch am besten!
Der Schrank

Technische Daten:

Höhe: ca. 1,4m
Breite: ca. 1m
Tiefe: 55 cm
Platz für: 26880 Kronkorken
Baujahr: November 2007

Detailansicht

Der Abstand zwischen den einzelnen Böden beträgt 22mm. Die Sperrholzleisten links und rechts sind 1cm x 1cm stark. 22mm reichen völlig aus, so bleibt zwischen dem Kronkorken und der oberen Platte noch genug Platz.

Die Beschriftung

Jeder Boden hat einen kleinen "Griff" welcher die Bodennummer und die Platznummer der Kronkorken zeigt.

Die "Nummernschilder" sind nicht lamminiert. Ich habe das folgendermaßen gelöst:
1. Doppelseitiges Klebeband 2. Der Ausdruck aus Papier 3. Als Schutz oben drauf durchsichtiges Klebeband.
Zum Ausziehen

Die Böden sind komplett zum rausziehen und haben keinen Stopper oder ähnliches. Die Kronkorken, die links auf dem Schrank liegen, warten drauf einsortiert zu werden. Nach und nach hat alles sein Platz gefunden :-)

Der Rohling

Die Böden sind aus Pappelholz und 6mm stark. 6mm ist meiner Meinung nach genau richtig. 4mm sind zu dünn, diese verbiegen sich zu stark. 8mm sind wiederrum zu schwer und natürlich spielt auch der Preis eine Rolle. 6mm ist also der ideale Kompromiss aus Preis, Gewicht und Starre. Bei 120 Böden, die einmal Platz in dem Schrank finden werden, sind 200g pro Platte nicht zu verachten (Auf den Schrank umgerechnet sind das 24kg Unterschied).

Das Nagelbrett

Das Nagelbrett dient als Schablone. Damit ich nicht jeden Rohling neu ausmessen muss (sprich alle Schrauben mühsam anzeichnen muss), habe ich mir einmal die Arbeit gemacht und alle 3,2cm einen kleinen Nagelstift in eine 6mm Kiefernplatte gesetzt und mit einer Kneifzange den Kopf "abgebissen". Die beiden Holzklötze links an dem Nagelbrett sind nicht zufällig angebracht, sondern dienen als Anlagepunkt für den Rohling.

Immer feste druff!

So schaut das ganze dann in Aktion aus, der Rohling wird auf die Schablone gelegt und anschließend braucht man nur noch mit den Händen den Rohling auf die Schablone drücken. Ein weiterer Vorteil von Pappelholz, es ist weich! Mit einem Kiefernrohling hätte man so seine Schwierigkeiten die Abdrücke der Nagelstifte in das Holz zu bekommen. Es sieht natürlich auch hinterher schöner aus, da man auf dem fertigen Boden keinen Bleistiftstrich sieht!

Das Ergebnis!

224 Kronkorken finden auf einem Boden platz.

Die Grundlage!

Auch bei dem Schrank war es mir wichtig, dass ich die Kronkorken wieder einfach sortieren kann. Die Magneten, die ich bei dem Bilderrahmen verwendet habe, sind mir einfach zu teuer. Ich weiss nicht mehr wo ich es gelesen habe, dass es selbstklebendes Magnetband gibt aber ich bin froh, dass ich es gelesen habe :-). Es ist eine super Alternative zu den "echten" Magneten. Ganz grob liegt solch ein Stück Magnetband bei 1-2 Cent im Gegensatz zu 9 Cent die ein Rundmagnet kostet.

Als Schrauben verwende ich handelsübliche 3mmx12mm Schrauben aus dem Baumarkt. Knapp 6mm verschwinden im Holz die anderen 6 schauen raus. Auf den Kopf der Schraube ein Stück Magnetband, fertig!

Ganz nah dran

Wie man sieht ist noch genug Platz zwischen dem Kronkorken und dem Boden.

Die Kronkorkenfotografiermaschine

Nicht ganz hübsch aber extrem nützlich. Meine Kronkorken wollte ich so einfach wie möglich digitalisieren und auch so einfach wie möglich bearbeiten. Entweder Scanner oder fotografieren, Scanner war mir zu kompliziert da habe ich mich für den Knips Apparat entschieden.

Der Holzklotz in der Mitte ist so groß, dass die Kronkorken genau drauf passen und damit zentriert sitzen. Auf der Schraube, mit welcher der Holzklotz an der Rückwand festgeschraubt wurde, sitzt ein Magnet der den Kronkorken während des abfotografieren fixiert.

Bitte recht freundlich

So schaut das ganze in Action aus. Die Holzklötze um die Kamera müssen eine gewisse Höhe aufweisen, damit die Kamera immer schön gerade in der "Fassung" sitzt. Wenn diese zu klein wären, könnte sie Ihre Position nicht halten.

Das Ergebnis der Bilder, sieht man hier auf meiner Homepage :-)